UmweltBriefe - Nachhaltiges Handeln in Kommunen
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Ausgabe September 2021
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+++ KI-Warnsystem Wetterextreme. Um vor Starkregen und Sturzfluten rechtzeitig warnen zu können, soll ein Konsortium unter Federführung der Hochschule Ruhr-West bis 2024 ein elektronisch basiertes System ausarbeiten. Im Projekt „KIWaSuS“ will man im Vorfeld des Unwetters eine intuitive, digitale Karte erstellen, die anhand KI-erlernter Muster bereits Ort und Ausmaß der Überflutung frühzeitig und zuverlässig darstellt. Damit könnte man z.B. Einsatzpläne für Feuerwehr, Katastrophenschutz und Kanalnetzbetreiber ans Ereignis anpassen. Vergangene Unwetter haben gezeigt, dass nicht nur Geländetiefpunkte wie Unterführungen unpassierbare Hindernisse sein können, sondern auch ganze Straßenzüge, die sich in kürzester Zeit in reißende Ströme verwandeln.
Anforderungen und Daten liefern die Feuerwehr Gelsenkirchen, das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz und die Emschergenossenschaft. Da die für den Trainingsprozess der KI benötigten Datenmengen zum niederschlagsbedingten Abfluss noch zu dürftig sind, will man physikalisch basierte Abflussmodelle nutzen, bzw. über ein Netz von Sensoren auch mehr echte Daten generieren. Beteiligt an dem Verbundprojekt sind neben der Hochschule Ruhr West die Neusta Software Development West GmbH, die Gelsenwasser AG, die Abwassergesellschaft Gelsenkirchen und das Institut Wasserbau- und Wasserwirtschaft der Uni Duisburg-Essen. Das Bundesforschungsministerium fördert das Projekt mit rund 1,5 Mio. Euro.
Bei der Überflutungskatastrophe Anfang Juli zeigte sich, dass die beste Technik nichts nützt, wenn Bürger und Behörden solche Warnungen nicht ernst nehmen, da die Vorhersagen in der Vergangenheit oft nicht im prognostizierten Ausmaß eintraten. Zudem waren nach einer Sturzflut viele betroffene Gebiete ohne Strom, sodass die Rettungskräfte die existierenden Daten zur Lage vor Ort nicht nutzen konnten.

von Martin Bopp

> Hochschule Ruhr West, Inst. f. Bauingenieurwesen Abt. Siedlungswasserwirtschaft, Hydrologie u. Wasserbau, Prof. Dr. Markus Quirmbach, Duisburger Str. 100 45479 Mülheim an der Ruhr, Fon 0208/88254-463, markus.quirmbach@hs-ruhrwest.de, www.hochschule-ruhr-west.de

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