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Ausgabe Juni 2016
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Umweltbriefe

Foto: Sabine Weiße/pixelio.de
Foto: Thorben Wengert/pixelio.de

Wie schütze ich mich?

 

UV-Strahlung
Mit heiler Haut zur Sonne

Sonne tanken, schon der Gedanke daran hebt die Stimmung. Doch sich dieser Energie allzu sorglos auszusetzen, kann böse gesundheitliche Folgen haben: Zu viel ultraviolette (UV-)Strahlung verursacht Sonnenbrand und erhöht das Hautkrebsrisiko. Dabei ist Vorbeugen eigentlich ganz einfach. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) informiert via Newsletter neuerdings drei Mal in der Woche über die zu erwartende UV-Belastung.

von Tim Bartels

„Der Grundstein für einen sorgsamen Umgang mit der Sonne sollte in jungen Jahren gelegt werden“, heißt es beim BfS. Die Strahlenschutzbehörde adressiert daher vor allem Kindergärten und Schulen. Die Haut von Kindern ist empfindlicher als die der Erwachsenen. Zwar weiß unsere Haut, dass ihr zu viel UV-Strahlung nicht gut tut. Sie baut einen Schutz auf: Die äußere Schicht der Haut, die Hornhaut wird dicker, und wir werden braun. Doch ein Warnsystem für UV-Strahlung haben wir nicht: Die Hautrötung zeigt sich erst, wenn die Schädigung bereits eingetreten ist. Deswegen brauchen wir weiteren Schutz: anziehen, in den Schatten gehen und eincremen.
Den besten Sonnenschutz im Freien erreicht man mit der Kleidung. Jedes Kleidungsstück schützt vor UV-Strahlung. Wie hoch dieser Schutz ist, hängt vom Gewebe und dessen Dichte ab. Je dichter gewebt, desto besser. Es gibt auch spezielle UV-Schutzkleidung. Die ist vor allem gedacht für Menschen, die sich viele Stunden in der Sonne aufhalten, etwa Sportler, Gärtner, Bauarbeiter oder Bademeister. Sie eignet sich auch für sehr blasse, rothaarige Typen mit sehr empfindlicher Haut und für Kinder, deren Haut noch sehr dünn und anfällig für Sonnenbrand ist.

Das Tragen der Schutzkleidung entbindet aber nicht vom Eincremen ungeschützter Haut. „Verwenden Sie eine Sonnencreme mit UV-A- und UV-B-Filter und tragen Sie reichlich Sonnencreme eine halbe Stunde vorm Aufenthalt in der Sonne auf“, rät das BfS. Außerdem: „Cremen Sie mehrmals täglich nach.“ Das Nachcremen verlängert die Schutzwirkung nicht, sondern erhält sie nur.

Sonnenschutz für die Augen

Zu intensive Sonnenstrahlung kann nicht nur unsere Haut, sondern auch die Augen schädigen. Sonnenbrillen sind daher unverzichtbar, um das Eindringen der UV-Strahlung ins Auge zu verhindern. Aber nicht jede Brille weist einen ausreichenden UV-Schutz auf. Ihre Wirkung gegen die ultraviolette Strahlung sieht man dem Material nicht an. Deshalb muss man auf die Kennzeichnung achten. Messungen hätten gezeigt, so berichtet das BfS, dass auf Hinweise der Hersteller wie „UV-400“, „100 % UV-Schutz“, „100 % UV-protection“ relativ gut Verlass sei. Das meint: Die Sonnenbrillen filtern die gesamte UV-Strahlung bis 400 Nanometer (nm) ausreichend aus und erfüllen somit die Anforderungen an eine gute Sonnenbrille.

> Zum regelmäßigen Bezug des UV-Prognose-Newsletters melden Sie sich an unter www.bfs.de/uv-newsletter
> Ein vierseitiges Infopapier steht für Sie bereit unter www.bfs.de/SharedDocs/Downloads/BfS/DE/broschueren/opt/sonne-und-uv.pdf

Wie schütze ich mich?

1. Schauen Sie auf die UV-Prognose. Eine Orientierungshilfe bietet hier der UV-Index (UVI). Je höher der UVI an einem Tag ist, desto schneller kann bei ungeschützter Haut ein Sonnenbrand auftreten. Planen Lehrkräfte einen Wandertag oder sind Bundesjugendspiele angesetzt, so können sie bereits am Vortag nach Blick auf den UV-Index Eltern und Kindern Empfehlungen zum Sonnenschutz an die Hand geben: www.bfs.de/uv-prognose

2. Der beste Schutz ist selbstverständlich, sich gar nicht erst der Sonne auszusetzen. Oder Kleidung: Draußen schützen Hut oder Mütze mit Nackenschutz, T-Shirt, Hose, Schuhe und Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor mindestens 30 für Kinder, mindestens 20 für Erwachsene. Und nicht die Augen vergessen – eine gute Sonnenbrille sieht nicht nur cool aus, sondern schützt auch vor Augenschäden.

3. Niedrige Belastung bei UVI 1 oder 2. Hier ist kein besonderer Schutz erforderlich. Es kann demnach gefahrlos nach draußen gegangen werden.

4. Ab UVI 3 ist Schutz angebracht. Das heißt, um die Mittagszeit ist ein Platz im Schatten das Richtige. Weite, bequeme Kleidung schützt besser als Sonnencreme. Zusammen mit einem Hut für Kopf und Gesicht ist das der beste Schutz für die Haut. Die Augen schützt am besten eine Sonnenbrille, die seitlich eng am Kopf anliegt und deren Gläser UV-Strahlung bis 400 nm ausfiltern (Kennzeichnung „UV 400“). Alle unbedeckten Hautflächen sollten großzügig und regelmäßig mit hohem Lichtschutzfaktor eingecremt werden.

5. Ab UVI 8 sollte man die Mittagsstunden besser im Haus verbringen. Wer unbedingt nach draußen muss, sollte sich im Schatten aufhalten und mit Kleidung und Creme entsprechend schützen.

6. Schützen Sie Ihre Kinder! Säuglinge gehören nicht in die pralle Sonne. Suchen Sie ihnen einen schattigen Platz und ziehen Sie sie sonnengerecht an. Auf Sonnencreme sollte man im ersten Lebensjahr verzichten. Bei Kindern ist die konsequente Anwendung aller Sonnenschutzregeln Pflicht. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre gehören auf keinen Fall in ein Solarium. Das ist in Deutschland gesetzlich verboten.

 

Was ist der UV-Index?

  • Der UV-Index, abgekürzt: UVI, ist ein Maß für die höchste sonnenbrandwirksame Bestrahlungsstärke, die von der Sonne während des Tages auf einer horizontalen Fläche hervorgerufen wird. Je höher der UV-Index ist, desto schneller kann bei ungeschützter Haut ein Sonnenbrand auftreten und desto eher sind Schutzmaßnahmen zu ergreifen.
  • Aber Achtung! Auf Schnee, auf dem Wasser und am Strand auf hellen Sandflächen ist die Strahlenbelastung aufgrund der reflektierten UV-Strahlung oft höher als der UV-Index angibt.
  • Das Bundesamt für Strahlenschutz gibt von April bis September montags, mittwochs und freitags eine UV-Prognose für die folgenden drei Tage heraus. Diese Prognose ist eine Ergänzung zur Wettervorhersage.
     

 

 
 
 

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