UmweltBriefe -<wbr> Aus Kommunen und Forschung
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Ausgabe 08/13, 25. April
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+++ Zwei Jahre lang hat die Bundestags-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ um einen neuen Wohlstandsbegriff gerungen. Nun ist der Abschlussbericht da, ein Trumm von rund 1 000 Seiten. Doch der Papierberg trügt. Man habe mehr erreichen können, sagt die Ausschussvorsitzende Daniela Kolbe (SPD). „Das ging aber angesichts der unterschiedlichen Auffassungen der Parteien nicht.“

Maßgeblichen Erfolg der Kommission sieht Florian Bernschneider von der FDP im „W3 Indikatoren“-Ansatz. Dieses Modell soll wie bisher materiellen Wohlstand messen, aber auch die Dimensionen Soziales und Teilhabe sowie Ökologie sollen künftig Auskunft darüber geben, wie es um die Lebensqualität bestellt ist. Die drei Kriterien werden wiederum gebildet aus zehn statistischen Größen, neun „Warnlampen“ und einer „Hinweislampe“. Parlament und Regierung sollen sich künftig regelmäßig mit der Entwicklung dieser „W3 Indikatoren“ auseinandersetzen.

Hermann Ott von den Grünen lobt den Konsens in der Kommission, die ökologischen Grenzen des Planeten auch für die Politik zu akzeptieren und dass die weltweite Reduzierung des Rohstoffverbrauchs nicht allein mit mehr technischer Effizienz zu bewerkstelligen sei, dass aller Fortschritt in Sachen Umwelt vergebens sei, weil er aufgezehrt werde durch immer höheren Verbrauch. Als es jedoch „zum Schwur kam“ und aus diesen Einsichten konkrete Forderungen abgeleitet werden sollten, habe sich die Koalition verweigert, kritisiert Ott.

von Tim Bartels

> www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2013/44090234_kw16_pa_enquete_wachstum/index.html

Weitere Meldungen in der Ausgabe 08/2013

 

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