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Klima – Der
Mensch macht’s
Eine neue Idee setzt sich nicht
durch – ihre Gegner sterben irgendwann aus, befand Ludwig Boltzmann,
der uns mit seiner Beschreibung der Entropie den unvermeidlichen Wärmetod
prophezeite, über seine wissenschaftlichen Kontrahenten. Die
Theorie, dass wir uns selbst früher als nötig in den Wärmetod
stürzen, hat ebenfalls noch immer einige Gegner. Diesen Kimaskeptikern
empfiehlt sich nun eine Studie des Instituts für Meteorologie
und Geophysik der Universität
Frankfurt a.M., die starke Hinweise auf einen hohen menschengemachten
Anteil der Klimaänderungen findet. Das Institut näherte
sich der Frage nach dem anthropogenen Treibhauseffekt von einer neuen
Seite. Anders als bisher wurden nicht Grundannahmen gewählt,
darauf Modelle aufgebaut und diese so lange modifiziert, bis ihre
Ergebnisse sich mit den Beobachtungen decken, sondern vielmehr ging
das Institut von regionalen Messdaten der letzten 100 Jahre aus und
versuchte, diese den klimarelevanten Faktoren und Akteuren prozentual
zuzuordnen.
Den gesamten Text
lesen Sie in UKÖB-Ausgabe Nr. 13-14/00 auf Seite 1.
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Lungenkrebs
unter Tage
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Systeme gleichen
sich an
Kosten müssen
zumutbar sein
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Brüsseler
„Nein“ zur Ökostrom-Vergütung?
Festklammern
an überkommenen Strukturen
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Gebäude
bergen hohes CO2-Minderungspotenzial
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FSC-Zertifikat
auch für Kleinwaldbesitzer bezahlbar
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Gutes Geld
für gute Ideen
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Baut Fahrradstädte!
Die Förderung des Radverkehrs
ist – gemessen am Auto- und öffentlichen Verkehr – ungemein effizient:
Bereits mit 400 DM pro Einwohner, verteilt beispielsweise über acht
Jahre, also mit 50 DM pro Jahr, kann selbst eine Fahrrad-unfreundliche
Kommune in eine „Fahrradstadt“ verwandelt werden. Tatsächlich geben
aber die meisten deutschen Städte nicht mehr als fünf Mark pro
Jahr und Einwohner aus. Zum Vergleich: Für den motorisierten Straßenverkehr
etwa 60 bis 250 DM und für den ÖPNV etwa 110 bis 180 DM pro Jahr
und Einwohner. Und so ist das Potential des Fahrradverkehrs in Deutschland
mit rund elf Prozent bei weitem nicht ausgeschöpft. Es kann im nationalen
Durchschnitt realistischerweise binnen zehn bis zwanzig Jahren durchaus
verzwei- bis verdreifacht werden. Zu diesen Ergebnissen kommt auch der
von der Bundesregierung im März 1999 vorgelegte erste Fahrradbericht.
Den gesamten Text
lesen Sie in UKÖB-Ausgabe Nr. 13-14/00 auf Seite 12.

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DÜSSELDORF – Gibt es Firmen,
bei denen Umweltschutz zur Unternehmensphilosophie gehört? Glaubt
man der Agenda-Broschüre Düsseldorf, wirtschaften zumindest die
darin vorgestellten 17 Betriebe der Stadt nachhaltig – vom kleinen Handwerksbetrieb
bis zu Großunternehmen wie Victoria oder Mannesmann. Des Weiteren
macht das 40-Seiten-Heft die verschiedenen Umweltaudit-Zertifikate
anschaulich.
(tb)
Die Broschüre
erhalten Sie kostenlos unter der Faxnummer 0211/89-29062 • Stadtverwaltung
Düsseldorf, Amt 13, Postfach 10 11 20, D-40002 Düsseldorf, Fon
0211/89-93131, Fax 0211/89-94179, E-mail presse@duesseldorf.de,
Internet http://www.duesseldorf.de/presse

DRESDEN – Die stadtmobil
CarSharing GmbH wirbt derzeit mit dem Politikum „Benzinpreise“: CarSharing
werde wegen der gestiegenen Spritkosten für diejenigen Verkehrsteilnehmer
immer attraktiver, die nicht mehr als 10 000 km jährlich zurücklegen
oder eine Ergänzung zum ÖPNV benötigen. stadtmobil muss
es wissen. Als Marktführer betreibt das Unternehmen in 20 Städten
90 Stationen. In Dresden teilen sich schon 2 000 Nutzer qua 1 130 Rahmenverträge
die 50 Stadtmobile – mit steigender Tendenz. Nach einer Umfrage haben 21
Prozent der Mitglieder auf ein geplantes Erstfahrzeug verzichtet, während
acht Prozent den eigenen Pkw zu Gunsten des stadtmobil-Services abgeschafft
haben. (tb)
stadtmobil CarSharing
GmbH, Birger Holm, Wilsdrufferstr. 25, D-01067 Dresden, Fon 0351/875-1153,
Fax 0351/8031525, E-mail stadtmobil@dvbag.de,
Internet http://www.dvbag.de

Nach einer gemeinsamen Deklaration
wollen die Länder Rumänien, Bulgarien, Moldawien und Ukraine
die Flussauen entlang der unteren Donau schützen. Wie die Umweltorganisation
WWF, die die grenzüberschreitende Initiative ins Rollen gebracht hat,
berichtet, verpflichten sich die Regierungen damit, etwa 600 000 ha Naturräume,
so weit nicht schon getan, auszuweisen und gegebenenfalls zu renaturieren.
Laut einer WWF-Studie sind mehr als 80 Prozent der Auen im Donaueinzugsgebiet
durch menschlichen Eingriff zerstört. Das rumänische Umweltministerium
wünscht sich nun eine Kooperation mit weiteren Anrainerländern,
so dass ein Grüner Korridor von den Alpen bis zum Schwarzen Meer entstehe.
(tb)
WWF-Auen-Institut,
Anja Rech, Josefstr. 1, D-76437 Rastatt, Fon 07222/3807-14, Fax 07222/3807-99,
E-mail rech@wwf.de, Internet http://www.wwf.de

Das Internet taugt mittlerweile
auch als „elektronisches Einkaufsnetz– für frisches Obst und Gemüse.
Das hat eine Analyse des Forschungsprojekts Fruchthandel an der Universität
Duisburg ergeben. Der gesundheitsbewusste Surfer kann nämlich zurzeit
bereits unter 37 Onlineshops wählen. Wer sich einen Überblick
verschaffen oder seinen nächstgelegenen Internet-Obst- und Gemüseanbieter
ermitteln möchte, kann alle Adressen und Beurteilungskriterien der
Duisburger Studie im Internet unter http://www.uni-duisburg.de/fruchthandel
abrufen.
(tb)
Gerhard-Mercator-Universität-Gesamthochschule
Duisburg, Prof. Dr. Hans-Otto Schenk, Lotharstraße 65, D-47057 Duisburg,
Fon 0203/379-2645, Fax 02 03/379-5436, E-mail h.-o.schenk@uni-duisburg.de,
Internet http://www.uni-duisburg.de/Fruchthandel/

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Zeppeline
überm Bodensee
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Energieprojekte
für die Wattenmeer-Inseln
Über 30 Gemeinden niederländischer,
deutscher und dänischer Nordseeinseln von Texel bis Fanö, bislang
über Gaspipelines und Stromleitungen vom Festland versorgt, wollen
künftig ihren gesamten Energiebedarf aus erneuerbaren Energien decken.
„Für die erste Phase der Kooperation hat unser Dachverband das Projekt
Reswad (Resourceable Energy Supply on the Wadenisland) in Brüssel
eingereicht“, erläutert Ferdinand Verheggen, Geschäftsführer
der Euregio „die Watten“: „Ziel des Projektes ist, den Verbrauch fossiler
Brennstoffe zu senken und den Einsatz Erneuerbarer zu steigern.“ Dafür
findet gegenwärtig eine energetische Bestandsaufnahme bei den verschiedenen
Zielgruppen statt: Land- und Fischwirtschaft, Tourismus, Dienstleister,
öffentliche Einrichtungen und Haushalte.
von Günter Knackfuß
Den gesamten Text lesen
Sie in UKÖB-Ausgabe Nr. 13-14/00 auf Seite 22.

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Geotope tragen
zum ganzheitlichen Naturschutz bei
Der Begriff „Geotop“ weist gegenüber
dem Terminus „Biotop“ einen wesentlich geringeren Bekanntheitsgrad auf.
Jedoch wurden in Deutschland noch weit vor den Biotopen gefährdete
geologische Einzelbildungen oder ganze Landschaftsteile als Naturdenkmäler
unter Schutz gestellt. Das erste überhaupt in Deutschland unter Naturschutz
gestellte Objekt ist ein Geotop: der südlich von Bonn gelegene Drachenfels
am Rhein, der im Jahr 1836 amtlich geschützt wurde. Der hellgrau bis
grünliche Drachenfels-Trachyt, ein Vulkanit, fand in der ersten
Bauphase des Kölner Doms von 1248 bis 1560 als Baustein Verwendung.
Als die Bauarbeiten dann erst im Jahr 1842 wieder aufgenommen wurden, stand
er wegen seines Schutzstatus nicht mehr zur Verfügung.
von Thomas Wardenbach
Den gesamten Text lesen
Sie in UKÖB-Ausgabe Nr. 13-14/00 auf Seite 25.

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Warum Benzin
nicht zu teuer ist
Die Boulevardpresse hat mit dem
„Benzin-Irrsinn“ ihr altes Lieblingsthema neu entdeckt. Die Opposition
spürt das gesunde Volksempfinden auf und fordert die Aussetzung der
Ökosteuerreform. Umfragen attestieren der rot-grünen Regierung,
an ihrem unbeliebtesten Reformvorhaben festzuhalten.
In dieser Stimmungslage tut es
Not, dass Kommentatoren auf die Hauptgründe für den jüngsten
Spritpreisschub hinweisen. Den Rohölpreis, der sich innerhalb eines
Jahres mehr als verdreifacht hat, und den Wertverlust des Euro. Selbst
Sprecher der Automobilindustrie mahnen zur Besonnenheit: „Die öffentliche
Diskussion halte ich für sehr populistisch“, sagte Werner Pollmann,
Umweltbevollmächtigter von Daimler-Chrysler, in der FAZ vom 13.
Juni. Und er betonte: „Ich bin kein Feind der Ökosteuer, wir können
damit leben. Sehr hohe Kosten für Treibstoffe können auch eine
Quelle für Innovationen sein.“
Warum Benzin gar nicht so teuer
ist: Wenn auch erstmals teurer als zwei Mark, kann von den höchsten
Preisen aller Zeiten nicht die Rede sein. Der reale Benzinpreis liegt heute
um rund 40 Prozent unter dem von 1960. Musste ein Arbeiter 1960 rund 13
Minuten für einen Liter Benzin arbeiten, so sind es heute nur noch
vier Minuten. Benzin ist zwischen 1960 und 2000 um 200 Prozent teurer geworden.
Der Preis für Brot ist im selben Zeitraum um 500 Prozent gestiegen.
Die Fahrpreise im öffentlichen Verkehr sind seit 1950 viermal so stark
angestiegen wie der Benzinpreis. Wenn Benzin genauso stark verteuert worden
wäre wie die Fahrkarten der Bahn, müssten wir heute an der Zapfsäule
also 4,50 DM berappen.
Warum die Benzinpreise weiter
ansteigen müssen: Autofahren wird von der Allgemeinheit subventioniert.
Müssten Autofahrer für alle von ihnen verursachten gesellschaftlichen
Kosten aufkommen (Unfälle, Lärm, Luft- und Gewässerverschmutzung,
Landschaftszerschneidung, Bodenbelastung etc.), würde der Sprit deutlich
teurer werden. Nach einer aktuellen Untersuchung des Schweizer Infras-Instituts
und der Universität Karlsruhe verursacht das Auto in Deutschland jährlich
Schäden von 160 Milliarden Mark. Würden diese externen Kosten
berücksichtigt, müsste der Liter Normalbenzin 4,05 DM kosten.
Hinzu kommt, dass sowohl der Pkw-Bestand wie auch die spezifische Fahrleistung
wachsen. Der durchschnittliche Spritverbrauch geht nur geringfügig
zurück, weil der „Absatz dschungeltauglicher Fahrzeuge“ (Der Spiegel)
weiter zunimmt.
Warum Benzin teurer werden wird:
Fossile Ressourcen sind endlich. Nach den vom Bundeswirtschaftsministerium
veröffentlichten Energiedaten 1999 wird der letzte Tropfen Öl
in 43 Jahren gefördert werden. Bei steigendem Weltenergieverbrauch
und Bevölkerungswachstum könnten die Vorräte eher aufgebraucht
sein. Die Förderung der verbleibenden Ressourcen wird unwirtschaftlich.
Hinzu kommt, dass Erdöl sehr ungleich verteilt ist. Zwei Drittel der
weltweiten Vorräte lagern in nur fünf Ländern (Iran, Irak,
Kuwait, Saudi-Arabien und Vereinigte Arabische Emirate). Wenn vom Jahr
2005 an die Welterdölförderung insgesamt zu schrumpfen anfängt,
erlangen diese Staaten sukzessive eine strategische Machtposition. Sie
bilden ein Quasi-Kartell und können die Preise diktieren. Je eher
Deutschland sich von Erdölimporten unabhängiger machen, desto
besser ist dies aus volkswirtschaftlicher Sicht.
Warum steigende Benzinpreise nicht
zu Mehrkosten führen müssen: Selbst wenn der Benzinpreis schrittweise
verdreifacht würde, wäre dies beim Umstieg von einem Auto mit
einem 9-Liter-Verbrauch (deutscher Durchschnitt) auf eine 3-Liter-Karosserie
nicht mit höheren Ausgaben für Benzin verbunden. Darüber
hinaus bestehen erhebliche Einsparpotentiale: Frauen verbrauchen zwölf
Prozent weniger Kraftstoff als Männer („femininer Gasfuß“).
Warum ist eine solche verbrauchsarme Fahrweise nicht auch Männern
möglich? Jede zweite Pkw-Fahrt findet im Entfernungsbereich von bis
zu fünf Kilometern statt – können die eigenen Beine und das Fahrrad
hier nicht eine Alternative sein? Bei einer Jahresfahrleistung unter 15000
km ist Car-Sharing wirtschaftlich – brauchen alle Großstadtbewohner
ein eigenes Auto? Können für manche Fahrten nicht auch Fahrgemeinschaften
gebildet werden?
Warum der Benzinpreis auch weiter
die Gemüter erhitzen wird: Das Auto dient nicht nur als Fortbewegungsmittel
von A nach B, sondern nimmt vielfältige Funktionen wahr: als Ausdruck
von Freiheit und Unabhängigkeit, für Gefühle von Macht,
Männlichkeit und Sicherheit, zum Aggressionsabbau, zur Alltagsflucht
und vor allem als Prestigeobjekt. Welcher Vorstandsvorsitzende fährt
schon einen sparsamen Kleinwagen? Die Benzinpreisentwicklung wird also
weiter die Gemüter erhitzen, spätestens wieder zum Jahresanfang
2001, 2002 und 2003, wenn Kraftstoffe wieder um jeweils sieben Pfennig
verteuert werden. Doch die Regierung kann nicht aus der Ökosteuer
aussteigen. Eine Abschaffung würde ihrem Ansehen ebenso schaden wie
schon die Einführung – dann allerdings bei den eigenen Wählern.
von Dr. Danyel Reiche
Universität Hannover,
Institut für Politische Wissenschaft, Dr. Danyel Reiche, Schneiderberg
50, D-30167 Hannover,Fon 0511/7000-877, E-mail dreiche947@aol.com•
Reiche, Danyel; Krebs, Carsten: Der Einstieg in die Ökologische Steuerreform.
Verlag Peter Lang. Frankfurt a.M. 1999. 338 S, broschur. 69 DM. ISBN 3-631-35561-013-14/00
auf Seite 30.

Ökologisch
in die Schule
Öko in der Schule ist out.
Ob Hefte aus Altpapier oder Radierer aus Naturkautschuk – die Nachfrage
für umweltfreundliche Schulmaterialien ist stark zurückgegangen.
Um diesen Trend zu stoppen und den umweltverträglichen Schul- Utensilien
zu einem besseren Image zu verhelfen, startete der Bund für Umwelt
und Naturschutz (BUND) in Kooperation mit der Karstadt Warenhaus AG
und dem Umweltbundesamt (UBA) das Projekt Ökologischer Schulanfang.
Öko-Einfluss
noch vor der Einschulung
Die Kampagne zum Schulbeginn
im Sommer 2000 ist ein Novum: Erstmals werden bundesweit Grundschulen
und die Eltern von ABC-Schützen direkt angesprochen und aktiv
mit einbezogen. „Wir bieten Alternativen zu den herkömmlichen
Schulmaterialien“, sagt Eleni Kaounis vom BUND. „Wir wollen Schüler,
Eltern und Schulen darüber aufklären, nach welchen Kriterien
sie auswählen können, um die Nachfrage für ökologische
Produkte zu steigern und die umweltfreundliche Herstellung zu fördern.“
Die gemeinsame Aktion ist gezielt an Eltern und Lehrer von Schulanfängern
gerichtet. Vor der Einschulung – also noch bevor Kinder ein ausgeprägtes
Markenbewusstsein entwickelt haben – könne noch gezielt Einfluss
auf den Kauf der Schulmaterialien genommen werden, so Kaounis. Hauptmedium
ist eine Broschüre mit Informationen zu umweltfreundlichen Schulmaterialien,
einem sicheren Schulweg und einer gesunden Ernährung. Die Kampagne
startete bereits Ende März mit dem Beginn der ersten Einschulungsgespräche
an den Grundschulen. Die Ortsgruppen des BUND und 190 Filialen von
Karstadt, Hertie und Wertheim haben mittlerweile an mehrere tausend
Grundschulen Einlegemappen mit der Broschüre 1. Klasse Schulsachen
für die Eltern der ABC-Schützen übergeben. Interessierten
Schulen werden Schautafeln und Poster für den Umweltunterricht
zur Verfügung gestellt. In Mecklenburg-Vorpommern und einigen
Landkreisen in Hessen wird die Kampagne von den Schulämtern unterstützt.
In Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz ist eine landesweite Verteilung
der Materialien durch die Kultusministerien in Planung.
Die Themen der Informationsbroschüre
reichen vom Federmäppchen aus pflanzlich gegerbtem Leder über
nachfüllbare Kolbenfüllfederhalter bis zum gesunden Pausenbrot.
Doch die ökologischen Produkte sind nicht unbedingt eindeutig
zu erkennen. „Nicht alle Materialien sind mit dem Blauen Engel oder
anderen geschützten Zeichen versehen“, sagt Bernd Schott, zuständig
für Qualitätssicherung und Umweltschutz bei der Karstadt
Warenhaus AG. „Daher ist es uns wichtig, den Eltern Entscheidungshilfen
und Kriterien an die Hand zu geben, anhand derer sie sich für
ökologische Alternativen im Schreibwarensortiment entscheiden
können.“ So finden in der Broschüre die Aspekte Ressourcenverbrauch,
Langlebigkeit, Schadstoffgehalt und Bedarfsgerechtigkeit besondere
Berücksichtigung. Auch mit dem Vorurteil, dass alle umweltfreundlichen
Schulmaterialien grau und langweilig sind, will Schott aufräumen.
Viele der vorgestellten Utensilien seien nicht nur attraktiv, sondern
auch praktisch und gesundheitlich unbedenklich. So gibt es Radierer
auf Kautschukbasis inzwischen auch in farbiger Ausführung. Und
Holzlineale mit Metallkante sind langlebiger und umweltfreundlicher
als Lineale aus Kunststoff.
Kolbenfüller
statt Einweg-Kuli
Neben der Broschüre des
BUND bietet die Stiftung Naturschutz Berlin in dem Heft Grünstift
special 21 detaillierte Informationen über umweltverträgliche
Schulmaterialien mit Testergebnissen der verschiedenen Markenprodukte
sowie Adressen der Anbieter. Eine weitere Aktion planen die Kooperationspartner
zum Schulanfang.
Vierzehn Tage vor und nach dem
Schulbeginn in den jeweiligen Bundesländern organisiert die Karstadt
Warenhaus AG einen Ökologischen Schulmarkt in ihren Filialen.
Während der Sonderpräsentation werden umweltverträgliche
Artikel gezielt hervorgehoben und zusammen an einem gesonderten Ort
präsentiert. Für die Aktion wurde das Sortiment von Fachreferenten
des BUND auf die Umweltverträglichkeit der Materialien untersucht
und um weitere Produkte ergänzt. Doch das Image der ökologisch
und gesundheitlich unbedenklichen Schulmaterialien zu verbessern,
sei nicht einfach, so Schott. Nachdem die Nachfrage in den vergangenen
Jahren immer weiter zurückging, reagierte die Branche prompt
und sortierte Hefte aus Altpapier wie Holzstifte reihenweise aus dem
Regal. Für die Karstadt Warenhaus AG ist die Sonderaktion daher
gleichzeitig ein Test: Nur die Produkte, die auf dem Ökologischen
Schulmarkt gut über den Ladentisch wandern, werden wohl künftig
ihren festen Platz im Sortiment behaupten können.
von Daniela Knapp
Broschüre,
Schautafel und die Unterlagen für den Kinderwettbewerb erhalten
sie kostenlos bei: Bund für Umwelt und Naturschutz, Eleni Kaounis,
Am Köllnischen Park 1, D-10179 Berlin, Fon 030/2758640, Fax 030/27586440,
E-mail eleni.kaounis@bund.net,
Internet http://www.bund.net
• oder bei: Karstadt Warenhaus AG, Qualitätssicherung-Umweltschutz,
Bernd Schott, Theodor-Althoff-Straße 2, D-45133 Essen, Fon 0201/7275251,
Fax 0201/7274790, E-mail qsumwelt@karstadt.de
• sowie bei: Umweltbundesamt, Magdalena Hölters-Freier, Postfach
330022, D-14191 Berlin, Fon 030/89032180, Fax 030/89032910, E-mail
magdalena.hoelters-freier@uba.de
• Die Informationsbroschüre Grünstift special 21 erhalten
Sie für 2,50 DM bei: Stiftung Naturschutz Berlin, Johann-Wolfgang
Landsberg-Becher, Potsdamer Straße 68, D-10785 Berlin, Fon 030/030-26
39 40, Fax 030/2615277, E-mail snb@mail.blinx.de

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