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Deutsche
Eiche im Dauerstress
Der deutsche Wald bleibt ein Dauerpatient.
Gesund soll heißen: ohne lichtes Kronenwerk, so der Indikator
für die Vitalität der Bäume präsentierten
sich 2005 nur 29 Prozent der 38 erfassten Arten. Ein Jahr zuvor
waren nach dem Dürrerekord 2003 bloß 28 Prozent der
Bäume ohne sichtbaren Blattverlust. Dieses eine Prozent mehr langte
für den Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium, Peter
Paziorek, um Deutschlands Forste bei der Vorstellung des Waldzustandsberichts
als leicht erholt zu bezeichnen. Aber eine echte Trendwende
ist bisher nicht erkennbar, sagte Paziorek.
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25 Prozent
Ökostrom 2020
Im Jahr 2020 können regenerative
Energien ein Viertel der deutschen Stromversorgung decken deutlich
mehr also als der bislang angestrebte Anteil von 20 Prozent. Dies
zeigt eine Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt
(DLR), des Wuppertal-Instituts und des Zentrums für Sonnenenergie
und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg. Der Ausbau
ist zu vertretbaren Kosten zu schaffen, sagte Bundesumweltminister
Sigmar Gabriel bei der Vorstellung der Studie.
Den gesamten Text lesen
Sie in UKÖB-Ausgabe Nr. 02/06 auf Seite 3.
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Hauptsache
gut lesbar
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Kleinste
Dosis geht ins Auge
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Zehn Prozent
bis 2030 möglich
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Immer mehr
mit Bus und Bahn
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Immer weniger
Wasser unterm Kiel
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Wald ökonomisch
wichtiger als Autos
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OSNABRÜCK
Mit dem neuen Brutvogelatlas gibt es erstmals ein umfassendes
Nachschlagewerk zur Vogelwelt der Stadt. Das Werk beschreibt mehr
als 100 Brutvögel. Jede Art wird mit Text und Abbildung
sowie auf einer farbigen Karte mit der Größe ihrer Population
dargestellt.
von Martin Bopp
>Den Brutvogelatlas
(252 S., 19,80 Euro) erhaltenSie im lokalen Buchhandel und bei: Stadt
Osnabrück, FB Grün und Umwelt, Frau Bühren, Stadthaus
1, Natruper-Tor-Wall 2 D-49076 Osnabrück, Fon 0541/323-4656 und
-3173, Fax 0541/323-4399, gruen-umwelt@osnabrueck.de,
www.osnabrueck.de
Ein Handbuch
zur Business Agenda 21 entwickelt einen Wegweiser für Unternehmer
und Manager, um sich mit einer nachhaltigen Geschäftsstrategie
behaupten zu können. Die Autoren zeigen, welche Kompetenzen für
nachhaltiges Wirtschaften nötig sind und bereiten das aktuelle
Wissen darüber vor dem Hintergrund neuer Ziele und Bedürfnisse
der Gesellschaft auf.
von Martin Bopp
> Heinz Peter Wallner,
Kurt Schauer Dodo Kresse: Erfolg mit der Business Agenda 21. Nachhaltige
Wirtschaft und Corporate Social Responsibility, 231 S., 26,50 Euro,
ISBN 3-936581-77-0, ökom Leserservice c/o WMI-Verlagsservice,
Justus-von-Liebig-Str. 1 D-86899 Landsberg/Lech, Fon 08191/125-249
Fax 08191/125888-645,
f.cengiz@wmi-verlagsservice.de, www.wmi-verlagsservice.de
Der Sachverständigenrat
für Umweltfragen (SRU) und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) haben
die von Bund und Ländern vorgeschlagene Föderalismusreform
bzw. den darin enthaltenen Kompetenzkatalog für den Umweltschutz
heftig kritisiert. Der Entwurf werde das Unvermögen bei der
Umsetzung EU-rechtlicher Umweltvorschriften verschärfen und
zu einem Wettbewerb der Bundesländer um die niedrigsten Umweltnormen
führen, moniert die DUH. Wofür gibt es einen Sachverständigenrat
für Umweltfragen, wenn der nur noch Brandbriefe an die Regierung
verfassen kann, um das Schlimmste zu verhindern?, fragt DUH-Chef
Jürgen Resch. Ende des vergangenen Jahres hat der SRU an Kanzlerin
Angela Merkel einen Brief geschrieben, in dem eine Korrektur des
misslungenen Umweltteils der Reform angemahnt wird. Für
wichtige Bereiche des Umweltschutzes wie die Förderung erneuerbarer
Energien, die Gewährleistung der Chemikaliensicherheit, den
Klimaschutz und den Bodenschutz fehlt ein spezifischer Kompetenztitel,
heißt es in dem Brief. Um sich nun noch deutlicher Gehör
zu verschaffen, hat der SRU für Februar eine offizielle Stellungnahme
zur Föderalismusreform angekündigt.
von Tim
Bartels
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Renaissance
der Mischkultur
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Die grüne
Klimaanlage
Zimmerpflanzen
Spröde Haut und
brennende Augen zu trockene Luft in den eigenen vier Wänden
stresst. Besonders an klaren Wintertagen, wenn es draußen eiskalt
ist und drinnen die Heizung auf Hochtouren läuft, fällt
die relative Luftfeuchtigkeit schnell unter 30 Prozent. Ein Wert,
bei dem das Bücherregal nur trocken knarzt und das Klavier verstimmt
reagiert. Behaglichkeit kommt jedenfalls keine auf; zudem ist ein
solches Raumklima auch ungesund: Die Schleimhäute trocknen aus
und der Mensch wird anfälliger für eine Erkältung.
Lüften verschlimmert die Sache noch, denn dadurch wird die Raumluft
erst recht trocken. In modernen Wohnungen mit dichten Fenstern ist
ein kurzzeitiges Abfallen der Luftfeuchte durch Lüften meist
kein Problem. Beim Duschen, Kochen und Abspülen steigt es feucht
auf; hinzu kommt Wasser, das aus Pflanzen und zum Trocknen aufgehängte
Wäschestücken verdunstet alles in allem genug Feuchtigkeit,
um den Verlust im Raum auszugleichen. Anders in zugigen Altbauten
oder Wohnungen, die über gekippte Fenster dauergelüftet
werden: Strömt ständig Winterluft in die Wohnung und wird
von der Heizung erwärmt, fällt die relative Luftfeuchtigkeit
in den Räumen auf Werte, die die Bewohner als staubtrocken empfinden.
Als zuträglich gilt eine relative Luftfeuchte zwischen 40 und
55 Prozent.
Stromfresser und Keimschleudern
Was also tun? Eine
Möglichkeit, die Trockenzeit in den eigenen vier Wänden
zu beenden, ist der Einsatz eines elektrischen Luftbefeuchters. Man
unterscheidet drei verschiedene Befeuchtungsverfahren: Verdunster
geben das Wasser mittels Gebläse als Dunst an die Luft ab, Verdampfer
erhitzen es zu Dampf, Vernebler sprühen feine Tröpfchen
in den Raum. So weit, so komfortabel. Doch die Tester der Zeitschrift
Ökotest, die im Januar 2004 acht Geräte unter die Lupe nahmen,
hatten einiges zu mäkeln. Die beiden Verdampfer erwiesen sich
als veritable Stromfresser; fünf Geräte gaben nach acht
Wochen Dauerbetrieb Bakterien und Schimmelpilze ab; die beiden Vernebler
erwiesen sich sogar als regelrechte Keimschleudern: Innerhalb einer
Stunde erhöhte das eine der Geräte die Keimzahl im Testraum
um das 30-Fache, der zweite Vernebler verkeimte die Luft sogar
um das 56-Fache. Damit steigt für die Bewohner das Krankheitsrisiko:
Bakterien und Schimmelpilze in Luftbefeuchtern können das sogenannte
Befeuchterfieber auslösen, meldet die Ärztezeitung. Die
Krankheit äußert sich in Husten, Atemnot und Fieberschüben.
Um die Keimbelastung gering zu halten, müsse bei den meisten
Geräten ein Desinfektionsmittel zugesetzt oder alle paar Wochen
die Verdunstermatte ausgetauscht werden, schreiben die Ökotester.
Hinzu kommt, dass nur ein einziges der getesteten Geräte mit
einem Hygrostaten ausgerüstet war eine Vorrichtung, die
bei Erreichen eines einstellbaren Feuchtewertes abschaltet. Ohne Hygrostat
wird die Luft jedoch schnell zu feucht und man hat plötzlich
ein Raumklima wie in den Tropen. Mehr als 65 bis 70 Prozent relative
Feuchte im Wohnzimmer lassen auf Dauer Schimmelpilze und andere ungebetene
Gäste regelrecht aufleben und die Gefahr für Atemwegserkrankungen
steigen.
Im Dschungel der Kübelpflanzen
Das alles muss nicht
sein. Denn zur Technikkeule gibt es eine sanfte Alternative, die ohne
Strom auskommt und dazu noch vollkommen geräuschlos arbeitet:
Pflanzen verbessern das Raumklima auf gesunde und ästhetisch
ansprechende Weise sagt die Raumplanerin Christine Volm, die
sich auf die Begrünung von Innenräumen spezialisiert hat.
Mit der grünen Klimaanlage lässt sich Raumluft befeuchten,
filtern und kühlen. Alle Zimmerpflanzen mit hohem Wasserbedarf
erhöhen die Luftfeuchtigkeit im Raum, erläutert Volm.
Vor allem Papyrus schwitzt viel Wasser aus, aber auch Hibiskus, Schefflera,
Drachenbaum und Zimmerlinde sind gut als Luftbefeuchter geeignet
besonders, wenn man sie statt in Blumenerde in Hydrokultur pflanzt.
Pflanzen, die viel Wasser ausdünsten, sind auch gute Luftkühler,
denn beim Verdunsten bindet die ausgeschiedene Flüssigkeit Wärme.
Physikalisch gesehen wird Wasser in Dampf umgewandelt ein energiefressender
Prozess, der der Luft Wärme entzieht. Christine Volm nennt dies
den Biergarten-Effekt: An heißen Sommertagen
schmeckt die Maß unter dem schützenden Laubdach einer Kastanie
am besten. Nicht nur, weil der Baum Schatten spendet, sondern auch,
weil seine Blätter Wasser verdunsten und dadurch die Luft in
Bodennähe kühlen. Um eine vergleichbare Kühlwirkung
in den eigenen vier Wänden zu erzielen, braucht man allerdings
einen dschungelartig mit Kübelpflanzen bestückten Wintergarten.
Besitzt man nur eine Fensterbank, erhöht die Kühlwirkung
der Zimmerpflanzen zwar das Wohlbefinden der Bewohner, bewegt sich
jedoch in einem Bereich, der kaum messbar ist.
Gesund für Körper und Seele
Messen lässt sich
aber ein anderer Effekt: Pflanzen senken den Staubgehalt, denn einen
Teil des über die Blattoberfläche verdunstenden Wassers
binden in der Luft schwebende Staubteilchen: Der Staub verklumpt,
wird schwerer und sinkt zu Boden, erläutert Christine Volm.
Untersuchungen der amerikanischen Weltraumbehörde Nasa ergaben
gar, dass bestimmte Grünpflanzen die Luft in Innenräumen
entgiften. So konnte mit dem Aronstab-Gewächs Kolbenfaden der
Benzolgehalt gesenkt werden. Der krebserregende Stoff steckt in Benzin
und wurde früher Farben und Lacken als Lösemittel zugesetzt.
Natürliche Benzolfilter sind Efeu, Areca, Gerbera und Orchideen.
Wer alte Pressspan-Möbel besitzt oder das vor Jahren verlegte
Fertigparkett noch als gut begehbar empfindet, sollte sich Grünlilie,
Baumfreund, Drachenbaum oder Echte Aloe anschaffen, denn sie filtern
das krebsverdächtige Formaldehyd aus der Luft heraus.
Wer seine Fensterbank
allerdings mit Grünlilien zupflastert und glaubt, damit sei die
Wohnung schadstofffrei, irrt. Wieviel Gift eine Pflanze aufnehmen
kann, lässt sich in der Praxis kaum sagen, schränkt
Christine Volm ein. Dass Pflanzen der Gesundheit zuträglich sind,
ist jedoch aus einer norwegischen Studie verbürgt: Schüler,
die in begrünten Räumen unterrichtet wurden, litten seltener
unter Kopfschmerzen oder Trockenheit im Hals als ihre Mitschüler
in Klassenräumen ohne Pflanzen. Christine Volm hat noch eine
weitere Erklärung für die wohltuende Wirkung begrünter
Innenräume: Pflanzen werden als schön empfunden und
heben dadurch die Stimmung.
> Weitere Infos zu
Pflanzen und Raumklima finden Sie unter www.plants-for-people.org
> Volm, Christine: Innenraumbegrünung in Theorie und Praxis,
Verlag Eugen Ulmer 2002, 59,90 Euro, ISBN 3-8001-3267-202/06

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