EnergieJournal
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Ausgabe November 2011
   
   
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Liebe Leserin, lieber Leser,

in Sachen Windenergie herrscht Goldgräberstimmung in Bayern und Baden-Württemberg, zwei Bundesländern, in denen immer noch ein riesiges Standortpotenzial deshalb schlummert, weil man dort bislang die „Windspargel“ nicht ausstehen konnte und deren Aufstellung politisch zu verhindern wusste. Doch der Kampf gegen Windmühlen, die Aversion gegen die Propellertürme scheint jetzt vorbei zu sein. Seitdem Seehofer, Söder & Co sich die Energiewende auf ihre Fahnen schreiben und Grün-Rot in Baden-Württemberg den Handlungsspielraum erweitert hat, Windkraftflächen auszuweisen, werden luftige Kommunen, wie es heißt, „regelrecht überrannt von Projektentwicklern“, die mit Pachtverträgen winken. Doch ist da für die Gemeinde nicht noch ein bisschen mehr Wertschöpfung drin als vier Prozent der Nettowindstromeinnahmen plus Gewerbesteuer? Sollte die Kommune nicht erst mal darüber nachdenken, ob sie den Windpark nicht selbst betreiben könnte? Ob als Energiegenossenschaft mit den eigenen Bürgern oder als Gemeindewerk mit Kreditaufnahme und auf eigenes Risiko? Das Risiko auf mehrere Schultern zu verteilen, scheint ein noch besserer Weg, wenn sich mehrere Kommunen zusammentäten und einen Zweckverband gründeten – und dann den tatsächlich windstärksten Standort suchten. So ließe sich Zweierlei erreichen: Zum einen bestünde nicht die Gefahr, dass sich nun jede Kommune ihren eigenen Windpark vors Dorf, in den Wald oder auf den Berg stellt und die Angst vor der „Verspargelung“ der Landschaft neue Nahrung erhielte. Und zum anderen kämen die Mehreinnahmen aus den Windstromerlösen den Bürgerinnen und Bürgern in der Region zugute, da die Kommune ja nicht gewinnorientiert wirtschaftet. Noch etwas? Allerdings: mehr Klimaschutz! Nutzbringende Lektüre wünscht Ihnen

Ihr Tim Bartels

 

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