| |
 |
+++ Seit mehr als zehn Jahren gibt es eine nationale Nachhaltigkeitsstrategie und einen Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE). Das Gremium aus Industrie, Politik und Gesellschaft soll der Regierung und der Öffentlichkeit das N-Wort einimpfen und zum wichtigen Anliegen machen. Hat das geklappt? „In zehn Jahren hat sich mehr verändert als oft wahrgenommen wird, aber weniger als für einen Übergang in die ressourcensparende und klimaneutrale Gesellschaft nötig ist“, schreibt RNE-Generalsekretär Günther Bachmann in seiner Analyse. Es sei „ein Erfolg, dass das Thema zehn Jahre auf der höchsten Ebene der politischen Agenda gehalten werden konnte“. Die Staatssekretäre treffen sich monatlich zum Green Cabinet; ein Beirat des Bundestags klopft rein formal alle Gesetze auf Nachhaltigkeit ab; und alle vier Jahre entsteht ein Fortschrittsbericht (s. UB 05/12, S. 4). Das sei aber noch zu wenig, findet der RNE. Vielmehr sollte das Parlament zur Verabschiedung des Bundeshaushaltes einen Bericht über die Nachhaltigkeit verlangen, schlägt der Rat vor. Schließlich legten auch große Unternehmen Nachhaltigkeitsberichte vor. In der Wirtschaft habe das Nachhaltigkeitsdenken also längst Einzug gehalten. Das erwartet der RNE nun auch von der Bundesregierung, etwa im Bereich der öffentlichen Beschaffung.
von Tim Bartels
> Die 18-seitige Analyse als PDF unter www.nachhaltigkeitsrat.de/uploads/media/Bachmann_Analyse_Zehn_Jahre_Nachhaltigkeitsstrategie_17-04-2012.pdf
Weitere Meldungen in der Ausgabe 09/2012
|